Der heutige Aldi Discounter wurde im Jahre 1913 unter dem Namen der Albrecht KG gegründet und führt alleine in Deutschland über 4200 Filialen. Dabei steht der Name als ein Akronym für Albrecht Diskont. Der Einzelhändler besteht aus den beiden Marken Aldi Nord und Aldi Süd. Im Jahre 2015 erreichten beiden zusammen, bei Aldi Nord unter der Leitung von Torsten Hufnagel und für Aldi Süd unter Norbert Podschlapp, einen Bruttoumsatz in Höhe von 67,3 Milliarden Euro. Innerhalb Deutschlands arbeiten insgesamt über 43.000 und weltweit 124.000 Mitarbeiter für den Konzern. Der Hauptsitz für Aldi Nord liegt in Essen und der für Aldi Süd in Mülheim an der Ruhr.

Das Sortiment des Discounters

Das Konzept von Aldi ist es, ausschließlich sogenannte Schnelldreher im Sortiment zu führen. Dies sind Waren, welche einem beschlossenen Mindestumsatz und eine hohe Umschlaghäufigkeit aufweisen. Dadurch kann ein möglichst hoher Umsatz und somit auch Gewinn erwirtschaftet werden. Insgesamt umfasst das Sortiment 1360 Basisartikel, sowie 170 Bio-Lebensmittel, welche durch 80 Aktionsartikel pro Woche ergänzt werden.

Aldi Discounter

Die Geschichte des Unternehmens

Der Ursprung von Aldi geht zurück auf die Albrecht AG. Diese entstand aus einem kleinen Laden, welcher von der Frau Karl Albrechts im Jahre 1913, auf den Namen ihres Mannes, eröffnet wurde. Zu dieser Zeit war es noch vollkommen normale, dass die meisten Produkte direkt im Laden aus großen Säcken und Fässer abgepackt, bzw. abgefüllt wurden und Selbstbedienung der Standard war. Nach dem Krieg im Jahre 1945 übernahmen die beiden Söhne Karl und Theo den Betrieb der Eltern, welche diesen bis zum Jahre 1948 mit ihrem Konzept der günstigen Preise, bei einem ausgewähltem Sortiment auf 4 Filialen ausgebaut hatten. Im Jahre 1954 waren es schon 77 Filialen und die ersten außerhalb Essens wurde eröffnet. Nur ein Jahr später verfügten die Brüder über ein Filialnetz mit über 100 Standorten in Nordrhein-Westfalen.

aldi

Im Jahre 1961 beschlossen Karl und Theo das Unternehmen untereinander aufzuteilen. Dies sollen sie angeblich gemacht haben, da es einen Streit gegeben haben soll, ob Zigaretten in das Sortiment aufgenommen werden. Dabei übernahm Theo Albrecht die nördlichen und Karl Albrecht die südlichen. Seit dem wurden in den Filialen im Norden auch Zigaretten verkauft. Zu diesem Zeitpunkt umfasste das Imperium der Brüder mittlerweile über 300 Standorte und erwirtschafteten einen Umsatz von 90 Millionen DM.

In den 60er Jahren experimentierten die Aldi Brüder zeitweise, aufgrund des Konkurrenzdruckes der Vollsortiment Supermärkte, mit eben solchen. Sie stellten dies aber aufgrund des mangelnden Erfolges wieder ein. Aufgrund des weitergehenden Druckes entwickelten sie die Idee zu Discounter Läden. Dabei war der Grundgedanken sehr viele der damals üblichen Leistungen eines Supermarktes einfach wegzulassen und somit die Kosten erheblich zu senken. Keine Preisetiketten auf jedem Artikel, keine teuren Regale, sondern einfache aus Holz und der Verkauf erfolgte zudem meist direkt aus dem Karton oder von Paletten. Durch diese und weitere Maßnahmen konnte Aldi den Verbrauchern einen Preisvorteil anbieten, welcher wieder mehr Kunden zu ihnen zog.

Aufgrund dieses Konzeptes, der Barzahlung im Laden, dem schnellen Warenumschlag und das übliche Zahlungsziel bei den Herstellern von 30 Tagen, war stets eine gute Liquidität vorhanden und der Ausbau des neuen Filialnetzes konnte schnell und vor allem ohne Bankkredit vorangetrieben werden.

Die künftige Entwicklung von Aldi

Mit der Zeit hat Aldi seine Spitzenposition unter den Discounter verloren und experimentiert heute mit neuen Modellen. Nach und nach werden bei Aldi Süd seit 2016 die Filialen mit einer hochwertigeren Ausstattung ausgerüstet und die Aufenthaltsqualitäten optimiert. Im Ausland existieren bereits mehr solcher Filialen, aber auch in Deutschland sollen alle Filialen bis 2019 entsprechend umgebaut sein.

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