DM FilialeEs sind nur zwei Buchstaben und dennoch beschreiben sie sehr gute, was den Kunden erwartet. Die Abkürzung dm steht für Drogeriemarkt. Das Unternehmen wurde 1973 von Götz Werner in Karlsruhe gegründet und hat sich seitdem als wichtige Marke im Einzelhandel etabliert. In Europa betreibt dm mehr als 3.500 Filialen.

Davon befinden sich 1.920 in Deutschland, wo das Unternehmen mehr als 40.000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Gesamtkonzern hat im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatz von mehr als 10 Mrd. Euro erwirtschaftet. Für das Geschäftsjahr 2017/2018 rechnet es allerdings mit einem Rückgang auf etwa 8 Mrd. Euro.


Geschichte und Strategie

Die Drogeriemarktkette ist vor allem für eine Sache bekannt, nämlich seine Eigenmarken, von denen es inzwischen mehr als 30 gibt. Sie gehören schon seit vielen Jahrzehnten zum Konzept. 1986 wurde mit Alana die erste dieser Marke erschaffen. Unter diesem Label führt dm bis heute Hygieneartikel für Babys und Kleinkinder. Schon in den 1980er Jahren zeigte dm, dass es als progressives Unternehmen einer Zeit voraus ist. 1986 konnten die Kunden erstmals Bio-Produkte von Alnatura in den Filialen kaufen. Nur kurze Zeit später folgte die Einführung der nächsten Eigenmarke.

Seit 1989 stehen Produkte der Naturkosmetikmarke alverde in den Regalen. Heute gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Eigenmarken, jede hat einen individuellen Markenkern. Belea ist die Marke für Körperpflegeprodukte, mit Dein Bestes können Kunden ihren Haustieren eine ausgewogene Ernährung zukommen lassen. Dontodent sorgt mit seinen Zahncremes, Spezialprodukten und Zahnbürsten für eine gute Mundhygiene, unter dem Label Denk mit verkauft dm Wasch- und Reinigungsmittel.


DM Eigenmarken

DM Drogerie ProdukteDass der Erfolg der Eigenmarken zu einem wichtigen Standbein für dm geworden ist, führen Marktbeobachter auf die hohe Qualität der Produkte zurück. Dabei kommt es für die Kunden eben nicht nur darauf an, dass die Hygiene- und Kosmetikartikel in objektiven Tests gut abschneiden. Mindestens genauso wichtig ist demzufolge, das subjektive Empfinden. Die Produkte müssen sich gut auf der Haut anfühlen, dürfen beispielsweise keinen Ausschlag oder keine Rötungen verursachen.

Weil die Produkte nicht beworben werden, das ist bei Konkurrenzprodukten namhafter Hersteller freilich anders, sind die Qualität und der niedrige Preis die einzigen Faktoren, mit denen sie die Aufmerksamkeit des Kunden auf sich ziehen können. Nicht zuletzt ist die hohe Qualität der Produkte auch darauf zurückzuführen, dass es sich um Waren handelt, die nahezu identisch mit denen der Hersteller sind, neben denen sie im Regal stehen. Weil bei ihnen die Kosten für das Marketing wegfallen und die Kette sie unter ihrem Label in einer hohen Stückzahl abnimmt, kann der niedrigere Verkaufspreis erzielt werden. Doch bei dm sind nur Produkte der Eigenmarken erhältlich. So wird in den Filialen auch eine exklusive Produktlinie von Judith Williams, sie ist Investorin in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ angeboten.

Durch die unterschiedlichen Marken gibt es praktisch zu jedem Produkt eines namhaften Markenherstellers auch ein passendes Produkt der dm-Eigenmarken. Die Etablierung der Eigenmarken spiegelt die Marktausrichtung eines Discounters wider. Das wirkt sich auf den Preis aus. Tests zeigen immer wieder, dass dm der günstigste Drogeriemarkt ist. Passend dazu gibt das Unternehmen seit 1994 eine Dauer-Peis-Garantie ab. Produkte tragen mindestens vier Monate lang den gleichen Preis, bevor dieser angehoben wird. Dennoch muss auf eine Eigenheit hingewiesen werden, die bei anderen Drogeriemarktketten in der Form nicht zu finden ist. Bei dm variieren die Preise zwischen den Filialen. Das hat zur Folge, dass Produkte außerhalb des Angebotszeitraums unterschiedlich teuer sind. Somit entscheidet der Wohnort darüber, wie viel ein Kunde für die Waren zahlen muss.


DM eröffnet einen Online-Shop

Seit 2015 können die Produkte auch im Online-Shop des Unternehmens gekauft werden. Der Umsatz, den der Online-Shop in den vergangenen Jahren generieren konnte, ist spürbar gewachsen. Dort ist nicht nur nahezu das gesamte Sortiment aus den Filialen verfügbar. Zudem gibt es etwa 1.500 zusätzliche Produkte, die die Kunden nur auf diesem Weg erwerben können. Die Drogeriemarktkette war schon in den Anfangsjahren sehr fortschrittlich. In den 1980er Jahren wurde sie von der Bundespost als Pilotunternehmen bei der Einführung der ISDN-Technologie ausgewählt. Derzeit erschließt das Unternehmen neue Märkte. Seit Anfang 2018 ist auch ein Online-Shop in China verfügbar.

DM Markt


Technologie und Nachhaltigkeit

Technologie und Effizienz sind für dm bis heute wichtig. So hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016/2017 mehr als 25.000 Smartphones für seine Mitarbeiter eingeführt. So sollen dadurch einen besseren Überblick über das Produktsortiment erhalten, was dazu führt, dass sie Kunden schneller und intensiver beraten können. Das Unternehmen investiert regelmäßig Teile seines Umsatzes in die Weiterentwicklung. Im selben Geschäftsjahr wurden mehr als 350 Millionen Euro für neue Standorte, eine verbesserte IT, ein neues Verteilerzentrum sowie für den Neubau der Zentrale ausgeben.

Ein umsatzstarkes Unternehmen wie dm engagiert sich natürlich auch sozial. 2016 wurde in Kooperation mit dem Naturschutzbund Deutschland, dem Deutschen Kinderschutzbund und der deutschen UNESCO-Kommission ein Preis vergeben, bei dem das ehrenamtliche Engagement der Bürger ausgezeichnet wurde. Im November veranstaltete dm erstmals den Giving-Friday. Dabei wurden 5 Prozent des Tagesumsatzes aller Filialen an Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche gespendet. Dabei handelte es sich um einen Betrag von 1,4 Millionen Euro.